Nach 15 km sind noch keine Verschleißerscheinungen zu bemerken, wir fühlen uns pudelwohl. Allerdings ist es jetzt deutlich wärmer geworden. An der Zeche Theresia bei Witten machen wir Pause und können den Start einer Orientierungsfahrt für Oldtimer bewundern. Unglaublich, wieviel Energie, Geld und Zeit, Menschen in ihre Hobbies investieren. Diese Oldtimer sahen teilweise aus wie neu und wurden bestimmt gepflegt wie kleine Kinder. Wir gönnen uns in der Zeche noch eine selbstgebackene Waffel mit Puderzucker.
Mittlerweile ist es schon sehr warm und die Hälfte der Strecke liegt noch vor uns. Ein paar Kilometer hinter der Zeche geht es mit einer Fußgänger- Radfahrerfähre über die Ruhr, völlig kostenlos, ein echter Service. Natürlich spenden wir eine Kleinigkeit.
In der Mittagshitze und jetzt schon über 20 km gefahren, erreichen wir die Kemnade und hier ist richtig was los. Fußgänger, Radfahrer, Inliner kreuzen unsere Strecke. Als wir dann auf einer Entfernungsangabe nach Hattingen "10 km" lesen, sind wir schon etwas angeschlagen, da uns mittlerweile das Wetter ganz schön zusetzt. Nun heißt es durchhalten und weiterfahren. Ein Eis und eine kurze Pause mit Blick auf den See bauen unsere Energiereserven wieder auf.
Nach 6 Stunden stehen wir dann endlich in Hattingen auf der Ruhrbrücke und sind erleichtert, dass wir den Härtetest ohne größere Probleme überstanden haben. 33 km auf dem Einrad, bei diesem Wetter, ist schon eine Nummer. Wir fragen uns, wie das bei der Tour wird, wenn wir am nächsten Tag wieder die gleiche Strecke vor uns haben und das eine Woche lang.
Manfred
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen